Tapen in der Logopädie

Tapen in der Logopädie

Tapen in der Logopädie

Tapen in therapeutischen Bereichen

Vielen Menschen ist das Tapen mittlerweile bekannt. Sie kennen es vor allem aus der Physiotherapie. Ein schmerzhaftes Knie, eine verletzte Schulter oder ein verspannter Rücken - das Tape verspricht bei körperlichen Beschwerden eine Erleichterung. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass wir beim Wandern, Radfahren oder Schwimmen die bunten Pflaster auf unterschiedlichsten Körperteilen schon von weitem sehen. Tapes werden selbstbewusst wie ein Modetrend getragen.

Wirkung der Tapes

Die kinesiologischen Tapes kommen ursprünglich aus Japan. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pflastern bestehen sie aus Baumwolle und Acryl und ermöglichen einen Bewegungsspielraum, so dass die Haut und die darunter befindlichen Strukturen stimuliert werden. Auch werden die Lymphe und der Stoffwechsel angeregt. Eine positive Wirkung haben Tapes auf Muskeln, Sehnen und auch Gelenke. Schmerzen und Verspannungen können hierbei reduziert werden, so dass die Tapes einen Beitrag zum körperlichen Wohlbefinden leisten.

Tapen in der Logopädie

Nun ist der Hals- und Gesichtsbereich ein besonders sensibler Bereich. Hier müssen wir Therapeuten sehr behutsam vorgehen. Das Tapen hat aber mittlerweile auch in der Logopädie Einzug gehalten, da viele Störungen der Sprache, des Schluckens und der Stimme auch immer im Zusammenhang mit den körperlichen Strukturen stehen. Wir können uns also das Wissen über das Tapen in der Logopädie zunutze machen und es gezielt bei bestimmten Beschwerden einsetzen. Die Tapes können hervorragend ergänzend zu den klassischen Therapiemethoden eingesetzt werden.

Anwendung in der Logopädie

In der Logopädie können die Tapes bei unterschiedlichen Störungsbildern eingesetzt werden. Beispielsweise bei Facialisparesen nach Schlaganfall, bei Schluckstörungen, fehlendem Mundschluss oder auch Speichelfluss leisten die Pflaster eine wertvolle Hilfe. Vor allem aber bei Stimmstörungen setze ich Tapes gern ein: beim Haltungsaufbau, beim Lösen von Verspannungen im Hals- und Nackenbereich. Insbesondere bei festen Strukturen um den Kehlkopfbereich verwende ich neben der manuellen Therapie ergänzend die Tapes. Da viele Patienten das Tapen aus anderen Bereichen kennen und teilweise selbst gute Erfahrungen damit gesammelt haben, sind sie in der Logopädie offen dafür.

Gitterpflaster - fein aber  wirksam

Besonders gern setze ich jedoch die Gitterpflaster ein. Sie sind viel kleiner als die herkömmlichen Pflaster und diskreter in der Sichtbarkeit. Ähnlich wie bei der Akkupressur erhöhen sie den Energiefluss im Körper und entfalten eine harmonisierende Wirkung. Sie aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und können besonders vielseitig eingesetzt werden. Ich verwende sie vor allem bei einem verspannten Unterkiefer, zur Lockerung der Kaumuskulatur und bei Nackenverspannungen. Patienten berichten mir eine sofortige Wirkung nach dem Anbringen des Gitterpflasters und nehmen dieses Hilfsmittel sehr gern an.

Ich selbst kann mir meinen Praxisalltag ohne Tapes und Gitterpflaster nicht mehr vorstellen. Sie können sicher nicht zaubern. Wenn man sie aber gezielt als Ergänzung zu logopädischen Therapieeinsätzen verwendet, leisten sie einen wertvollen Beitrag im Heilungsprozess.